Das MINTmobil mit Spinnen in der 5e

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Am Mittwoch, dem 27. September 2017, kam das „MINTmobil“  am KFG vorgefahren. Dieses Projekt ist eine Initiative der Stiftung Wissen der Sparkasse KölnBonn. Die pädagogischen Programme werden in Zusammenarbeit mit der Fachdidaktik Biologie der UNI Köln angeboten, mit der das KFG einen Kooperationsvertrag geschlossen hat. Das fachdidaktische Modul „Spinnen“ war auch diesmal wieder hervorragend von Studierenden des Lehramt-Masterstudiengangs vorbereitet. Unter der Überschrift "Spinnen in der 5e" berichten die Kinder, was sie gelernt haben.

Achim Huntemann

Spinnen in der 5e

Die 5e freute sich schon auf die Biostunden am Mittwoch, dem 27. September 2017, mit den Biologie-Studenten der Uni Köln, die einen Workshop an Gymnasien anboten. Am Anfang der Biologiestunde stellten sich alle Kinder der 5e und die Studenten in einen Kreis und spielten ein Namenspiel zum Kennenlernen. Es gab ein großes Wollknäuel,  das immer zwischen den Kindern und den Studenten hin und her geworfen wurde. Die Person, die die Wolle bekam, musste ihren Namen sagen und das erste Wort, das ihr zu „Spinnen“ einfiel. Am Ende entstand durch das Werfen und Fangen der Wolle ein großes ,,Spinnennetz“. 

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Danach haben sich alle Kinder auf ihre Plätze gesetzt und ihr Wissen über Spinnen an der Tafel gesammelt. Als sie fertig damit waren, zeigten die Studenten der Klasse nachgebaute Spinnennetze und erklärten, welche verschiedenen Netze es gibt und an welcher Stelle in jedem Netz die Spinne sitzt. Später teilte sich die Klasse in Dreiergruppen auf und ging bewaffnet mit Becherlupe und Pinsel nach draußen um Spinnen zu fangen. Den Pinsel brauchten die Schüler um die Spinnen anzulocken; die Netze wurden leicht angetippt so dass die Spinne dachte, sie habe eine Beute gefangen.

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Nach etwa einer halben Stunde sammelte sich die Klasse wieder und die Kinder zeigten sich gegenseitig ihre Funde. Alle hatten mindestens eine Spinne in ihrer Becherlupe. Im Klassenraum wieder angekommen, erklärten die Studenten, welche Spinnen die Kinder gefangen hatten und welche Spinnennetze typisch für diese Spinnenart waren.

Zum Abschluss haben die Kinder der 5e ein Foto mit den Studenten des MINTmobils gemacht. Eine schöne Erinnerung! Den Kindern haben die Biostunden sehr viel Spaß gemacht - selbst denen, die sich vor Spinnen ekelten oder Angst hatten!

Lia L., Annika L. und Lili B., 5e 2017/18

Neue MINT-Perspektiven am KFG
Praxistransfer zwischen KFG und Universität

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Anfang Juni konnten Schülerinnen und Schüler der Q1 und der Klasse 5d verblüffende neue Erfahrungen aus dem Bereich der Neurobiologie machen. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen kamen Frau Sabine Sienz (Leiterin „Pädagogische Programme“ der Stiftung Wissen) und vier Studierende des Biozentrums der Universität zu Köln (Isabel Pape, Maria Fleckstein, Stefanie Bernickel und Yasemin Birbir) mit einem „Rucksack“ voller Experimente ins KFG. Dank des Projekts MINTmobil, das Teil der Initiative Schule trifft Wissenschaft der Stiftung Wissen der Sparkasse KölnBonn ist, kam es zu einem Praxistransfer zwischen dem KFG und der Universität.

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Während am MINT-Grundschultag des KFG unsere Schülerinnen und Schüler für die Grundschulen der Region spannende neue Erfahrungen möglich machen und dabei ihre eigene soziale Kompetenz ausschärfen, kommen beim MINTmobil-Projekt außerschulische Experten ins KFG. Die neuartigen Lerneinheiten waren ausgezeichnet im Rahmen der fachdidaktischen Module im Rahmen des Lehramtsstudiengangs Biologie an der Universität zu Köln vorbereitet. Da das KFG mit der Fachdidaktik Biologie eine Kooperation eingegangen ist, kommt es zu einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Dank der Stiftung Wissen der Sparkasse KölnBonn, welche Bildung und Wissenschaftskommunikation von der frühkindlichen Entwicklung über die Förderung von Schülerinnen und Schülern bis hin zum Austausch von Gesellschaft und Wissenschaft fördert, waren die Workshops für uns zudem kostenlos.

Zwei Biologie-Grundkurse der Q1 des stellvertretenden Schulleiters, Herrn Markus Möhring, erarbeiteten am 7. Juni in intensiver Gruppenarbeit an verschiedenen Lernstationen Antworten auf zum Thema „Das Körperschema in der Großhirnrinde“. So glauben wir selbstverständlich zu wissen, ob wir gerade auf den Füßen stehen, auf der Couch liegen oder uns jemand am Arm berührt. All diese Eindrücke sind von Geburt an auf der Großhirnrinde verankert  und haben eine große Bedeutung für unser tägliches Agieren. Erst wenn es zu Störungen der Körperwahrnehmung oder zu Sinnestäuschungen kommt, wird bewusst, wie essentiell dieser Automatismus ist.

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In eigens durchgeführten Experimenten konnten unsere Schülerinnen und Schüler dies selbst erfahren. Mit dem richtigen Versuchsaufbau kann so z.B. erreicht werden, dass eine Hand aus Gummi zum eigenen Körper gezählt wird, also ins körperliche Ich integriert wird. Im diesem Versuch wurden die eigene, nicht sichtbare Hand und die sichtbare künstliche Gummihand für einige Minuten von einem Mitschüler synchron mit einem Pinsel gestreichelt. Bei mehreren Schülerinnen und Schülern wurde so tatsächlich das bizarre Gefühl erzeugt, als ob die Gummihand zum eigenen Körper gehört. Derartige Ergebnisse weisen darauf hin, dass unser körperliches Selbst viel flexibler und plastischer ist als man gemeinhin denkt.

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Wie weit die Flexibilität des körperlichen Ichs geht, zeigt auch die sogenannte Hammer-Hand-Illusion. Bei diesem Experiment baten die Studierenden des Biozentrums der Universität Köln unsere Schüler, ihre rechte Hand vor sich auf einen Tisch zu legen. Dann klopfte ein Mitschüler sanft mit einem kleinen Hammer auf diese Hand. Die Versuchspersonen hörten jedoch nicht das natürliche Geräusch, das beim Auftreffen entstand, es wurde ihnen stattdessen über einen Kopfhörer zeitgleich mit jedem Klopfen das Geräusch eines Hammers vorgespielt, der auf Marmor prallt. Es kam zu einem deutlichen Effekt: Den Aussagen mehrerer Schüler zufolge begann sich ihre rechte Hand bereits binnen kurzer Zeit steif, schwer, hart, kalt, unempfindlich und unnatürlich anzufühlen.

Die Versuche dienten dazu, die Weitsicht und Empathiefähigkeit für das Entstehen von schwerwiegenden psychischen Erkrankungen zu stärken. Bei Krankheiten wie der Schizophrenie oder der Magersucht ist es nämlich ähnlich. Mal gaukelt einem das Gehirn selbst beim Blick in einen Spiegel vor, dass man zu dick sei oder dass man z.B. Stimmen hört, die zu einem sprechen. Unser Gehirn lässt sich also täuschen, und so können sich Sinneseindrücke im Gehirn so vermischen, dass wir etwas sehen oder hören, das gar nicht existiert. Unser Körpergefühl lässt sich also manipulieren!

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Am 8. Juni profitierten die „Kleinen“ vom MINTmobil. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d begrüßten zusammen mit ihrer Biologielehrerin, Frau Kerstin Holbe, die außerschulischen Gäste. Sie analysierten zusammen in einer Doppelstunde unsere fünf Sinne und fragen sich: „Wie helfen sie, wie täuschen sie?“

Unseren kleinen Forscher fragten sich: Wie nehmen Menschen Reize aus ihrer Umgebung auf? Wie verarbeiten sie diese Reize zu einer Information bzw. Reaktion? Diese Problemstellung stellte den „roten Faden“ des Workshops dar. An vier Stationen wurden mit Hilfe von kleinen Selbstversuchen und Experimenten spezifische Sinne thematisiert: das Sehen/die Augen, das Hören/die Ohren, das Schmecken & Riechen/die Zunge & Nase sowie das Tasten/die Haut. Als weiteres kleines Highlight kamen dann noch ein Fotograph und ein Journalist des Bonner General-Anzeigers zu unseren Forschern.  Und auf einmal waren unsere „Kleinen“ ganz groß, denn sie konnten dem Journalisten erklären, was sie herausgefunden hatten. Und auf die Frage, ob denn auch die Mädchen an diesem naturwissenschaftlichen Workshop interessiert seien, antwortete Julia ganz selbstbewusst: „Wieso sollte das für Jungs interessanter sein?“ Dem ist nichts hinzu zu fügen!

 

Markus Möhring

Bericht über die MS-Wissenschaftsausstellung

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Am 25.4.2017 besuchten wir mit Mitgliedern unserer KFG-MINT-Akademie die Ausstellung „Meere und Ozeane“ auf dem Schiff MS-Wissenschaft. Das Wissenschaftsschiff ankerte für fünf Tage am linksrheinischen Ufer, nicht weit von der Kennedybrücke, und war deshalb für uns zu Fuß gut erreichbar.Thema der Ausstellung war es darauf aufmerksam zu machen, inwiefern die Verschmutzung und Verunreinigung der Meere Auswirkungen auf unseren Planeten haben. Neben der Aufklärung wie lange beispielsweise Plastik und andere Materialien brauchen um im Meer zu verrotten, konnte man auch selbst Tätig werden. An diversen Stationen gab es die Möglichkeit sich genauer über die verschiedenen ökonomischen Probleme zu informieren. Eines der Interessantesten Themen der Ausstellung waren Korallenriffe. Durch die Erderwärmung und der damit verbundenen Meereserwärmung sterben immer mehr Korallen ab. Wegen der steigenden CO2-Emissionen, sinkt der pH-Wert der Ozeane und er „versauert“ langsam. Da Korallen selbst bei minimalen Veränderungen meist schon Probleme haben, sterben schon heute Jährlich unzählbare Korallen durch die Erderwärmung. Neben den Informationsständen zu den Korallenriffen waren auch zu den Themen Eismeer, Tiefsee, Küste, Hohe See und Expedition Ozean Exponate ausgestellt.

Jeder kann etwas zum Schutz der Meere beitragen. So kann man zum Beispiel an den Naturschutzbund Deutschland (NABU) spenden. Dieser sammelt zurzeit für ein Projekt an der Ostsee, in welchem Sie Strandabschnitte säubern und Strandmonitorings durchführen, damit mehr Menschen von der Verschmutzung der Meere erfahren. Im Alltag kann jeder Mensch natürlich auch helfen: Man sollte seinen Müll stets in den dafür vorgesehenen Mülleimer geben. Desweiteren sollte man seinen Einkauf auf langlebige Produkte spezialisieren, damit die kostbaren natürlichen Ressourcen nicht verschwendet werden. Kleine Kunststoffteile und Plastiktüten sollten gemieden werden, da sie sehr gefährlich für unsere Natur sind. Denn die Zersetzung dieser Stoffe benötigt einen extrem langen Zeitraum. Mülltrennung ist auch ein wahnsinnig wichtiges Thema, da mithilfe davon Recycling erst ermöglicht werden kann. Abschließend lässt sich sagen, dass die Verschmutzung der Meere und Ozeane eine reale Bedrohung für unsere Heimat darstellen und wir gegen dieses Problem endlich Schritte einleiten müssen.                                 

Ben Heuser, Karl Richard Pietruska, Q1 2016/17

Forschermission "MeerErleben"

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Kurz vor den Weihnachtsferien fand im Deutschen Museum in Bonn ein Workshop über Meereswissenschaften für naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen der Stufen 8 bis 10 des Kardinal-Frings-Gymnasiums statt. Hierzu hatte uns Herr Huntemann über verschiedene Wege eingeladen. Unter der Leitung von David Betzing, der ein ehemaliger KFG-Schüler ist, konnten also ca. 20 Schülerinnen und Schüler durch diesen nett gestalteten Vormittag mehr über das Meer erfahren.

Zu Beginn traf man sich in der Halle des Deutschen Museums vor einer Tafel. Dort sammelten wir unser Wissen über das Meer. Jedoch wusste noch niemand so wirklich etwas mit dem Thema anzufangen, aber das war kein Problem, denn wir waren schließlich hier, um etwas zu lernen. Im Verlauf des Morgens arbeiteten wir in verschiedenen „Forschermissionen“. Wir beschäftigten uns auf vielfältige Weise z.B mit Meeresvulkanen, lauernden Gefahren, beeindruckenden Steinzeittieren oder verschiedenen Gesteinssorten. Konkret war es unsere Aufgabe, das Deutsche Museum zu durchsuchen und verschiedene Fragen zum Thema zu beantworten. Man durfte alles Anfassen und experimentieren, also ein spannender Gegensatz zum eintönigen Lesen! Auch führte uns David Betzing zu einem Tauchroboter, den Forscher zum Erkunden der tiefen Gewässer nutzen. Wir wurden eingeladen, diesen selber zu steuern, was gar nicht so einfach war. 

Am Schluss konnten wir unsere Ergebnisse dann auch den anderen Schülern vorstellen. Dies hat aber nicht wie Schule gewirkt, sondern man war offen und konnte den anderen entspannt sein Wissen erläutern.  Nach diesem kurzweiligen und lehrreichen Vormittag können wir nun mit Recht behaupten, dass wir etwas mehr über das Meer wissen.

Justus H., Frieder J., Emely B. und Lea J., Klasse 8b

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Anhang

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David Betzing (Mitte) hat 2016 sein Abitur am KFG bestanden. Er ist zurzeit im Rahmen seines FSJ beim Deutschen Museum in Bonn-Bad Godesberg angestellt und nutzt diese Erfahrung als Orientierung für sein angestrebtes Studium. David hat die insgesamt 7 interaktiven Forschungsstationen mit Bezug zur Ausstellung „MeerErleben“ selbständig entwickelt und betreut diese auch selber.

Achim Huntemann

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Schüler des KFG's bearbeiten naturwisssenschaftliche Fragen im Odyseum in Köln

Workshop: Kalmare - Überlebenskünstler der Küstengewässer

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Am 26.1.2016 besuchte das MINTmobil den NW-Kurs der Jahrgangsstufe 9. Unter der Leitung von Frau Sabine Sienz und zwei Studierenden der Fachdidaktik Biologie der Universität zu Köln führten die Schülerinnen und Schüler einen Präparationskurs durch. Dabei erhielten die Neuntklässler nicht nur Einblicke in das „Innenleben“ eines Kalmaren (Tintenfisch), sondern lernten auch eine äußerst spannende naturwissenschaftliche Arbeitsmethode kennen.

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In Zweiergruppen wurde jeweils ein Loligo vulgaris – so der wissenschaftliche Name des Gemeinen Kalmaren – seziert. Dabei konnten für Kopffüßer typischen Körperstrukturen freigelegt werden. Besonders interessant fanden die Schülerinnen und Schüler den aus Horn bestehenden Schnabel, dessen Form einem Papageienschnabel gleicht. Genau wie bei den Vögeln dient er dem Zerkleinern der Nahrung, nur dass der Kalmar als reiner Fleischfresser eher Fische, Krebse und andere Weichtiere auf seinem Speiseplan stehen hat.

Das MINTmobil wird von der Stiftung Wissen der Sparkasse  KölnBonn finanziert und wird auch zukünftig mit interessanten Workshops zu naturwissenschaftlichen Themen den NW-Unterricht bereichern.

Text und Fotos: Kerstin Holbe