business@school

Eine Idee macht Schule

Wie liest man einen Geschäftsbericht? Welche Informationen sind relevant und müssen kritisch hinterfragt werden? Hat die Globalisierung den "Bäcker um die Ecke" erreicht? Wie muss das Marktumfeld beschaffen sein? Was sind Erfolgsfaktoren? Wie findet man überhaupt die Idee für ein eigenes Unternehmen? Und wenn man sie gefunden hat, was gehört alles in einen fundierten Businessplan? Fragen dieser Art beschäftigen die Schülerinnen und Schüler der Stufe Q1 am KFG, wenn sie am Projekt business@school, einer Initiative der internationalen Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG), teilnehmen. Durch die Analyse eines Großkonzerns erarbeiten die Schüler wirtschaftliches Know-how. Anschließend analysieren sie in einer 2. Phase ein mittelständisches Unternehmen vor Ort. Ziel bei business@school ist die Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee samt Business-Plan.

In Teams von je 4 bis 6 Schülern lernen die Teilnehmer bei business@school wertvolle Schlüsselqualifikationen wie Teamarbeit, Recherche- und Präsentationstechniken sowie Zeitmanagement. Am Ende einer jeden Phase werden die Ergebnisse einer externen Fachjury präsentiert, die mit kritischen Fragen nachhakt. Nach den schulinternen Präsentationen der dritten Phase steht das beste Team jeder teilnehmenden Schule fest. Diese Teams präsentieren ihre Geschäftsidee dann auf Bundesländerebene, wo sie sich für das europäische Finale qualifizieren und interessante Preise gewinnen können.

Im Gegensatz zur "normalen" Schule, in der immer in „künstlichen“ Situationen gearbeitet wird, ist das Projekt eine authentische und echte Herausforderung für die Jugendlichen. Es beeindruckt (die Schüler selbst und auch uns Lehrer immer wieder) mit welcher Zuverlässigkeit hier die Aufgaben angepackt und zu Ende geführt werden. Abgesehen von den erlernten Schlüsselqualifikationen, den Wirtschaftskenntnissen, den Präsentationstechniken und so weiter ist das ein ganz wesentlicher Gewinn.

 

KFG Schüler beim Bundesfinale business@school im München

Das Ende der labbrigen Lieferpizza

Präsentieren ihre Geschäftsidee für eine Pizzabox, die die Teigfladen knusprig hält: (v. l.) Bianca Steiner, Nick Härtel, Nawid Hemmesi, Nils Herrington und Torben Lütkehermöller vom Kardinal-Frings-Gymnasium.

21.05.2016 BEUEL. Schüler des Kardinal-Frings-Gymnasiums haben eine spezielle Lieferbox für Pizzas entwickelt, die die Teigfladen bei der Auslieferung schön knusprig. Mit dieser Geschäftsidee haben sie sich beim Wettbewerb business@school für das Bundesfinale in München qualifiziert.

Labbrig, kalt und alles andere als knusprig: Wer eine Pizza bei einem der zahlreichen Lieferdienste bestellt, der bekommt meist nicht das, was er von seinem Lieblingsitaliener kennt. Auch Nils Herrington, Torben Lütkehermöller, Bianca Steiner, Nick Härtel und Nawid Hemmesi waren mit dem, was ihnen im Pappkarton serviert wurde, nicht zufrieden. „Es muss doch möglich sein, dass eine Pizza warm und auch noch knusprig beim Kunden ankommt“, meinten sie und tüftelten an einer alternativen Verpackung für die Zustellung.

Drei Monate lang kombinierten sie verschiedene Materialien, veränderten ihr Produkt immer wieder und stellten schließlich zufrieden fest: das funktioniert. Die Schüler des Kardinal-Frings-Gymnasiums haben eine spezielle ZeoBox entworfen, die im Rahmen mit Zeoltih-Pads ausgestattet ist. „Die schon bei der Waschmaschine angewandte Zeolith-Technologie saugt Wasserdampf auf, erzeugt simultan Wärme und durch das Dampfdruckgefälle wird diese gespeichert.

Dadurch kommt die Pizza knusprig nach Hause“, testeten Nils und seine Mitschüler der Jahrgangsstufe 11. „Die ersten Lieferdienste haben schon nachgefragt. Derzeit prüfen wir, ein entsprechendes Patent anzumelden“, erklärten die zukünftigen Jungunternehmer. Mit ihrer Geschäftsidee beteiligten sich die Oberstufenschüler am „business@school“ Regionalentscheid NRW-Süd von „The Boston Consulting Group“. Dafür präsentierten neun Teams ihre Innovation mit entsprechendem Businessplan einer hochkarätigen Jury aus Managern großer Unternehmen im Kardinal-Frings-Gymnasium.

Dabei waren auch Cedrick Ebbing, Jannis Helmstaedter, Vivien Klossek, Vincent Maas und Sven Sting vom Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef. Sie stellten den Juroren ihr „SurfaceLight“ vor. Dabei handelt es sich um eine 2-in-1-Fahrradlampe, die aus einem LED sowie einem speziellen Laser besteht, der zu einem Gitter auf dem Boden gebrochen wird. „Damit sieht der Fahrer ein Raster, das seine Form stets an die tatsächlichen Gegebenheiten anpasst.

So können Hindernisse schneller wahrgenommen werden und der Fahrer kann früher reagieren und ausweichen“, so die Bad Honnefer Gymnasiasten. Doch nicht nur die Entwicklung ihres innovativen Fahrradlichts war eine Herausforderung für die 17-Jährigen. „Wir hatten uns zuvor noch nie mit Bilanzen oder Gewinn-und-Verlust-Rechnungen auseinandergesetzt. Aber auch das gehörte zu unserem Vorschlag. An diesen Unterlagen haben wir lange gesessen“, meinte Cedrick.

Das Team des Kardinal-Frings-Gymnasiums traf mit der ZeoBox offenbar so ganz den Geschmack der Manager. Denn Nils, Torben, Bianca, Nick und Nawid waren am Ende die Sieger der Regionalentscheidung NRW-Süd. Die hochkarätige Wirtschaftsjury zeigte sich sowohl von der Idee als auch von dem durchdachten Businessplan beeindruckt. „Ein runder Auftritt mit einer simplen Idee. Das Produkt besitzt großes Potenzial, und die Darstellung war analytisch sauber aufbereitet“, lautete die einstimmige Meinung der Wirtschaftsmanager.

Die Beueler Oberstufenschüler werden ihre Geschäftsidee beim deutschlandweiten Finale in München am Montag, 20. Juni, erneut präsentieren. Auf dem zweiten Platz des Regionalentscheids NRW-Süd in Beuel landete das Team des Honnefer Siebengebirgsgymnasiums.

Deutschlandweit haben sich in diesem Schuljahr rund 90 Schulen an dem Wettbewerb beteiligt. (Gabriele Immenkeppel)

 

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/beuel/Das-Ende-der-labbrigen-Lieferpizza-article3260101.html [04.10.2016

business@school-Team des KFG belegt Platz 2 beim Regionalenscheid in Köln

Das Team des KFG, welches am von der Boston Consulting Group ausgerichteten Wirtschaftswettbewerb business@school teilgenommen hat, hat beim Regionalentscheid NRW Süd in Köln den 2. Platz belegt. Das KFG profilierte somit seinen Ruf als langjährige Partnerschule des Wettbewerbs mit hervorragender ökonomischer Ausbildung.

Unsere Schülerinnen aus der Q1 konnten die prominent besetzte Jury mit ihrer Produktidee überzeugen – dem Jolie-Schminktuch: Das Make-up-Tuch Jolie ist so konstruiert, dass es sich kinderleicht auftragen lässt. Die einfache Anwendung und die perfekt dosierte Menge an Make-up ermöglichen es jeder Frau, sich schnell und makellos zu schminken. Die einmalige Verwendung macht es hygienisch, sodass Hautunreinheiten gar nicht erst entstehen können. Die Tücher sind einzeln verpackt und somit besonders praktisch für unterwegs und der optimale Reisebegleiter.

Nur dem Team der Kölner Liebfrauenschule musste das KFG sich geschlagen geben. Übrigens auch eine erzbischöfliche Schule – ein Zufall? Sie präsentierten die Gewinneridee „fruity fresh“. Dieses Produkt ist eine Obstschale, die durch UV-Strahlung das Obst länger frisch hält.

Das KFG-Team konnte sich über Gutscheine für ein indoor-skydiving freuen.

Auch im kommenden Schuljahr geht wieder ein Projektkurs business@school am KFG an den Start. Vielleicht gelingt ja nächstes Mal der Sprung zum Bundesentscheid nach München, der diesmal noch so knapp verpasst wurde.