Auf den Spuren der Römer in CCAA

LATEIN_2017_Exkursion_8a

Am 29. November 2017 haben wir uns mit unserer Klasse 8a am Beueler Bahnhof getroffen, um gemeinsam mit Frau Klimek und Frau Faber das Römisch-Germanische Museum in Köln zu besuchen. Als wir in Köln ankamen, sind wir als erstes zur Domplatte gegangen, an deren Rand ein Teil des römischen Nordtores zu sehen ist. Die heute noch sichtbaren Teile gehörten zur römischen Stadtmauer, die sich damals an dieser Stelle befunden hat.

Danach sind wir zum Museum gegangen, wo eine Museumsführerin uns in Empfang genommen hat. Als erstes zeigte sie uns einen weiteren Teil des Nordtores – das Original des Mittelbogens – , auf welchem die Initialen CCAA erkennbar sind. Diese stehen für Colonia Claudia Ara Agrippinensium. So hieß die römische Kolonie im Rheinland, aus der sich später Köln entwickelte.

Danach zeigte die Museumsführerin uns eine Grabstätte einer einzelnen Frau mit ihrem Baby im Arm. Dies war damals sehr selten: meistens wurden Frauen im Grab ihres Mannes oder ihrer Familie beigesetzt. Nachdem wir uns noch Grabbeigaben ansehen konnten, wurde uns der 15 Meter hohe, rekonstruierte Grabbau des Legionärs Poblicius (um 40 n. Chr.) und das römische Mosaik mit Szenen aus der Welt des Dionysos (um 220/230 n. Chr.) gezeigt, welche die wohl bekanntesten Werke des Museums sind.

Nach dem Museumsbesuch haben wir eine kleine Pause gemacht, um anschließend (außerhalb des Museums) weiter auf den Spuren der Römer zu wandeln. Zunächst gingen wir in das Parkhaus unter dem Domplatz, in dem man weitere Reste des Stadttores bzw. der Stadtmauer sehen kann. Auf dem Weg zum Römerturm sind wir an weiteren Resten der Stadtmauer (der Nordseite) entlanggegangen. Außerdem haben wir uns den Römerbrunnen angesehen, bei welchem auf einer Säule die Wölfin thront, die der Legende nach die römischen Stadtgründer Romulus und Remus säugte. Auf dieser Säule ist die Wölfin allerdings allein dargestellt. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof haben wir noch einen Halt beim Praetorium, dem Amtssitz des römischen Statthalters, gemacht. Hier konnten wir Köln noch einmal „von unten“ kennenlernen und durch einen römischen Abwasserkanal laufen. Dies war dann auch schon das Ende der Exkursion, und wir fuhren nach Hause.

Luisa und Jasmin, 8a

LATEIN_Das römische Köln _ Karte

Ausflug in die Welt der Römer

Fachbereiche_Latein_Projekte_Römerwelt_Bild2

Wie schwer ist ein Kettenhemd? Wie lebten die Soldaten am Grenzwall? Wie schmeckt Sauerampfer? Und: Wie riecht eigentlich Fischsuppe? Die Klasse 6d lernt erst seit wenigen Wochen Latein, aber Antworten auf diese und viele weitere Fragen können die Kinder nach ihrer Exkursion in das Museum RömerWelt in Rheinbrohl geben! Am 6. Oktober machte sich die Klasse, begleitet von Frau Schweigert und Faber, auf den Weg zum Caput Limitis nach Rheinbrohl – wo vor fast 2000 Jahren der Grenzwall Limes begann. Eine Erlebnisführung verdeutlichte das Leben der dort stationierten Soldaten.

Als Kopf des Limes bildet Rheinbrohl den Ursprung des einst 550 Kilometer langen Grenzwalls. Seit 2005 gilt der Obergermanisch-Raetische Limes als Teil des neuen UNESCO-Welterbes „Grenzen des römischen Reiches“. Das Museum RömerWelt – als Limes-Informationszentrum – stellt das Leben der Römer am Limes authentisch dar. Entsprechend wurde auch die Führung von einer „echten Römerin“, der  Museumspädagogin Hippler-Born, übernommen. In Tunica, Stola und Palla begrüßte sie als Matrona Claudia die Sechstklässer, die sogleich mit ihrem Wissen über römische Kleidung auftrumpfen konnten.

Im weiteren Verlauf der Führung durfte die Kleidung einer Matrona und auch eines römischen Soldaten selbst anprobiert werden. Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern bewusst, wie aufwendig das Ankleiden – besonders mit schwerem Kettenhemd – gewesen sein muss. Umso beeindruckter waren die Kinder über die Information, dass die Soldaten das Ankleiden in nur drei (!) Minuten schafften.

Auch andere Aspekte des alltäglichen Lebens der Römer konnten selbst erlebt und erprobt werden. So konnten sie in der Backstube selbst Korn mahlen und im Kräutergarten Sauerampfer kosten. Die Sechstklässer befanden den Ampfer als ganz lecker – und definitiv besser als den Geruch der Fischsuppe, an der man im Themenbereich „Handel“ schnuppern konnte!

Insgesamt wurde der Ausflug dem Motto der RömerWelt „sehen – verstehen – erleben“ gerecht und hat einen authentischen Eindruck des römischen Lebens am Limes vermitteln können. 

J. Faber