Eine Mischung aus Geschichte und Musik

Am 29. Juni 2016 gastierte Stephan Höning mit seinem Programm „Zwischen Demokratie und Diktatur – Lieder aus der Weimarer Republik und dem Nationalsozialismus“ in der Aula des Kardinal-Frings-Gymnasiums, um den Schülern der 9. Stufe Geschichtsunterricht der etwas anderen Art zu präsentieren.

Er spielte nicht nur Lieder aus dieser Zeit, sondern fing bereits im 18. Jahrhundert an, um den geschichtlichen Zusammenhang zu erklären. Über Napoleon und die Märzrevolution ging es zum Kaiserreich und schließlich zum Ersten Weltkrieg, an dessen Ende sich Deutschland in bürgerkriegsähnlichen Zuständen befand. Dabei versuchte Höning stets zu erläutern, was die Menschen der jeweiligen Zeit unter Freiheit verstanden haben und wie sie dies in den Liedern ausgedrückt haben. Von der Weimarer Republik ging es dann in die Zeit des NS-Regimes. Hier spielte er auch Lieder der Nazis, wie z.B. das Lied der SA und die spätere Hymne des Nationalsozialismus, das „Horst-Wessel-Lied“, oder das beliebteste Lied der Hitlerjugend, „Unsere Fahne flattert uns voran“. Dabei erklärte er jedoch auch, wie diese von den Nationalsozialisten zu Propaganda-Zwecken ge- und missbraucht wurden, beziehungsweise ob sie vorher eine andere, harmlosere Verwendung hatten

Stephan Höning ist selbst Geschichtslehrer in Rheinhessen in Rheinland-Pfalz und hatte die Idee zu seinem Programm „Geschichte in Liedern“, nachdem er seinen Schülern im Unterricht ein historisches Lied selbst vorgespielt hatte, und er merkte, dass sie dabei besser aufgepasst haben. So tourt er nun schon seit einigen Jahren neben seinem Beruf als Lehrer durch ganz Süd-Westdeutschland, um seine Leidenschaft auszuüben und Jugendliche für Geschichte zu begeistern.

Die Aufführung am KFG hat den Schülern jedenfalls einen neuen Blick auf historische Ereignisse gegeben.