Das Fach Erdkunde am KFG

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In Fach Erdkunde lernen die Schülerinnen und Schüler die Welt, in der wir leben, kennen und verstehen. Sie erfahren, wie Menschen und Naturkräfte die Erde verändern, beurteilen diese Veränderungsprozesse und entwickeln Handlungsoptionen. Themen des Erdkundeunterrichts sind zum Beispiel der Umgang mit Naturgefahren wie Erdbeben oder Wirbelstürmen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie die Menschen in verschiedenen Klimazonen leben oder wie sich unsere Heimatstadt entwickelt. Außerdem diskutieren sie, welche Auswirkungen unser Verhalten etwa beim Skiurlaub in den Alpen oder beim Einkaufen im Supermarkt auf Räume hat und wie man nachhaltig handeln kann. Neben den inhaltlichen Themen spielen geographische Arbeitstechniken eine wichtige Rolle, wie etwa die Fähigkeit zur Orientierung und der Umgang mit Karten. Angefangen von einer Skizze des Schulweges und ersten Übungen mit dem Atlas in Klasse 5, über die Analyse von Satellitenbildern in der Mittelstufe, bis zur Anwendung digitaler geographischer Informationssysteme in der Oberstufe. Bei Wettbewerben wie „Diercke-Wissen“ oder dem „Hans-Riegel-Preis“ stellen unsere Schülerinnen und Schüler jährlich ihre Fähigkeiten unter Beweis. In der Oberstufe kann das Fach Geographie als Grund- oder Leistungskurs gewählt werden.

Im Wahlpflichtbereich der Klassen 8 und 9 wird ein gesellschaftswissenschaftlicher bilingualer Kurs angeboten, in dem neben historischen und politischen Inhalten auch geographische Themen behandelt werden.

Das Profil

Unsere Welt besteht aus einer Vielzahl komplexer und vernetzter Systeme, die in Wechselwirkungen stehen. Vernetzendes Denken ist eine Schlüsselqualifikation in unserer modernen Welt. Es wird als Ziel des Unterrichts gefordert, weil ausschließliches Denken innerhalb fester Fachdisziplinen zu einer Systemtrennung und zum Schubladenlernen führt. Ein klassisches Beispiel im Erdkundeunterricht ist das Thema „Ökosystem Sahelzone“, das nur als vernetztes System verstanden werden kann. Die Entwicklung eines Wirkungsschemas macht die gegenseitige Abhängigkeit der einzelnen Variablen deutlich.

„Das Fach Geographie leistet wesentliche Beiträge zu fachübergreifenden und fächerverbindenden Bildungsaufgaben. Im Folgenden werden nur diejenigen hervorgehoben, die für das Fach eine besonders herausragende Bedeutung haben. Geographie ist neben Biologie das zentrale Fach der Umweltbildung. Schülerinnen und Schüler erleben hier am Beispiel vieler Umweltthemen in Nah- und Fernräumen die notwendige Vernetzung von natur- und gesellschaftswissenschaftlichem Denken. Daneben sind die entwicklungspolitische Bildung und das interkulturelle Lernen besonders wichtige Anliegen des Geographieunterrichts. Indem sich Schülerinnen und Schüler mit natürlichen sowie wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zusammenhängen in verschiedenen Regionen der Erde auseinandersetzen, erwerben sie wichtige Kompetenzen für diese Bereiche. Bedingt durch seine Inhalte und Funktionen ist das Unterrichtsfach Geographie der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (vgl. UN Dekade 2005–20_4) sowie dem Globalen Lernen besonders verpflichtet.“  (aus: Bildungsstandards im Fach Geographie. Deutsche Gesellschaft für Geographie, Dezember 2007)