Bericht zur Aufführung des Schattenfigurentheaters "Theater der Dämmerung" (2015/ 16)

Drei Theatererlebnisse mit Licht und Schatten,

aber auch voll Poesie

für drei Jahrgangsstufen an einem Schulvormittag

 

 

Am Donnerstag, den 21. April 2016, durften alle Deutschklassen der Jahrgangsstufen 5 und 7 sowie die Religionsklassen der Jahrgangsstufen 9 in unserer Schulaula drei Theateraufführungen des Schattenfigurentheaters “Theater der Dämmerung“ live verfolgen.

Dankenswerter Weise übernahm der Förderverein den Großteil der Kosten, sodass der Eintritt für fast 400 Schülerinnen und Schüler kostenlos war. Die Initiative erfolgte durch die Deutsch-Fachschaft, die mit dieser Einladung ihre Einnahmen aus dem Verkauf der Anthologien sinnvoll verwerten wollte, die beim letzten Kreativen  Schreibwettbewerb aus den Siegergeschichten entstanden waren. 

Das “Theater der Dämmerung“ aus Düsseldorf feiert nun schon über 20 Jahre Bühnenerfolge innerhalb und außerhalb von Nordrhein-Westfalen und tourt von einer Veranstaltung in einem Kindergarten oder Altenheim zur nächsten bei einem städtischen Theater-Event. In diversen Gazetten wird es als „Deutschunterricht der anderen Art“ und als „hohe Kunst einer der ältesten Theaterformen“, die wohl schon der Steinzeitmensch in Form von Schatten an seiner Höhlenwand ausgeübt hat, angepriesen. Sein Erfinder und leidenschaftlicher Leiter heißt Friedrich Raad.

Das mobile Theater passt in seinen Kofferraum und war schnell auf der Bühne unserer Aula aufgebaut. Der ausgebildete Schauspieler und Rezitator war außer den Einführungen zu seinen Stücken (und bis auf drei Balladen) nie auf der Bühne zu sehen, obwohl er alle Rollen in seinen Stücken selbst spielte bzw. sprach. Seine Vorstellungen finden stets im Dunkel statt. Denn er spielt mit Licht und Schatten-figuren, die er selber fantasievoll erfunden und liebevoll eigens hergestellt hat. Das Bühnenbild besteht ebenso aus Holz und Pappe bzw. aus einer fortlaufenden mit Glasfarbe bemalten Folie. In manchen Szenen ist auch der Scheinwerfer mit einer bemalten Plexiglascheibe versehen, die sich mitunter dreht.

Für die Deutschklassen der Jahrgangsstufe 5 landete “Der Goldene Vogel“ aus dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm für ungefähr eine Stunde in der Schulaula. Für die Deutschklassen der Jahrgangsstufe 7 wurden bekannte Balladen sowohl klassisch von dem Theaterleiter und gelernten Schauspieler rezitiert als auch schaurig-schön-ergreifend in Form des Schattentheaters inszeniert. Schließlich gab es noch für alle Religionsklassen der Jahrgangsstufe 9 und einen Religionskurs der Ef eine anderthalbstündige Aufführung der religiösen Legende um “Siddharta“ (Buddha), präsentiert im anspruchsvollen Originaltext von Hermann Hesse.

Die Auswahl der Lerngruppen und Altersstufen erfolgte unter Berücksichtigung der jeweiligen Lernpläne, zu denen die Theaterstücke thematisch passend sollten, sodass die Inhalte im Unterricht vorbereitet und nachbesprochen werden konnten.

Im Anschluss an die Aufführung bzw. in der Pause bestand für die Schüler die Möglichkeit, kurz hinter die Kulissen des Figurentheaters zu schauen und einige Fragen an den Spielleiter Friedrich Raad und seinen Mitstreiter zu stellen.

Bei einem Schattentheater gebe es laut Raad keine 3D-Effekte oder wilde Kamera-fahrten wie im Kino. Mit kleinen Pappfiguren - festgemacht an einem Stab – lassen er  und sein Kollege Dimitri einfach Schatten über eine helle Leinwand tanzen. So konnten sie an nur einem Vormittag bei wechselndem Leinwandbild mit ihren Schatten-Schauspielern verschiedene Geschichten erzählen und poetisch-stilvoll wirken lassen. Nur die Musik kam von einem iPod. Jede der drei Vorstellungen war somit einzigartig!

Die Deutsch- und Religionskollegen wollten mit dieser zusätzlichen Kultur-veranstaltung bewusst zwischen dem allgemeinen Schul- und dem speziellen Abiturstress einen Gegenpol zu den standardisierten zentralen Prüfungsformaten setzen und damit wieder einen Freiraum schaffen, in dem sich die jugendliche Fantasie frei entfalten kann und die junge Seele noch träumen darf.

Durch die Einladung dieses besonderen Ensembles sollten die Schüler außerdem die Tradition eines bedeutenden Zweigs des Theaterspieles (wieder) kennen lernen und in der ästhetischen Wahrnehmung der eigens geschaffenen Schattenfiguren und der Kunst der Rezitation von Klassikern der Weltliteratur geschult werden.

Wie die folgenden Rezensionen zeigen, scheinen die beiden Fachschaften mit diesen drei Theaterstücken eine passende und interessante Auswahl getroffen zu haben für einen vergnüglichen, erlebnis- wie lehrreichen Vormittag , dem die jugendlichen Zuschauer voller Erwartung, Spannung und mit größter Aufmerksamkeit folgten. 

Jede der drei Jahrgangsstufen reagierte anders: Die Fünftklässler stürmten regelrecht den Veranstaltungssaal und zitterten lebendig bei den Abenteuern des jüngsten Prinzen mit. Die Siebtklässler waren für ihr Alter erstaunlich ruhig und folgten konzentriert den Balladentexten, die sie teilweise schon aus dem Unterricht kannten, aber noch nie so vorgetragen erlebt hatten. Am unsichersten waren sich    die Lehrer bei Reaktion der Neuntklässler auf ein Figurentheater, aber wohl durch die sehr kunstvolle und ansprechende Darbietung dieser hoch poetischen Legende   wurden auch sie angesprochen und hielten bei der Darstellung der mitunter sehr abstrakten Thematik der Ich-Suche und Sinnfindung im Nachgang eines Lebens (der dritte Teil von Siddharthas Leben wurde gekürzt) gebannt durch.

Im Folgenden können Sie zu den drei unterschiedlichen Darbietungen beispielhaft einige Theaterkritiken von einzelnen Schülerinnen und Schülern der drei Stufen nachlesen …

Dank der Finanzierung durch den Förderverein unserer Schule war dieses kulturelle Highlight am Schulvormittag somit ein Gewinn und Genuss auf mehreren Ebenen!

Stephan Schmitt

Theaterkritiken

Theaterkritik

zum Schattentheater “Der Goldene Vogel“

(nach dem Märchen der Brüder Grimm)

 

“Der Goldene Vogel“ gehört nicht zu den bekanntesten Märchen der Brüder Grimm und so war diese Abenteuergeschichte um einen jungen Prinzen, der sich gegen seine beiden älteren Brüder zu Wehr setzen muss und für seinen Vater einen zauberhaften goldenen Vogel besorgen soll, dabei auf einen verwandelten Fuchs trifft und schließlich mit einem goldenen Pferd und der Prinzessin vom Goldenen Schloss zurückkehrt, für die meisten von uns neu. Den Titel mussten sich die Zuschauer allerdings selbst herleiten. Erzählt wurde der Originaltext von den Gebrüdern Grimm, allerdings mit verändertem Ende: Der Goldene Vogel wurde schließlich aus seinem goldenen Käfig frei gelassen und schwebte als feine Schattenfigur am Stab des Puppenspielers über die Leinwand davon …

Die Aufführung des “Theaters der Dämmerung“ in unserer Schulaula erfolgte höchst professionell, nur Kleinigkeiten, wie die verlorene Mütze oder der fehlsitzende Sattel, sind schiefgegangen. Nur manchmal sah man auch den ein oder anderen Schatten einer Hand auf der Leinwand, aber daran konnte man erkennen, dass live gespielt wurde und alles „von Hand“ vorgeführt wurde. Das Theaterstück als solches war sehr spannend und die schauspielerische Leistung war sehr gut. Das Märchen wurde ausführlich erzählt und schön ausgestaltet. Der Theaterleiter und Schauspieler Friedrich Raad verstellte mehrfach seine Stimme. Mal redete der eine König mit französischem Akzent, mal der nächste auf Schwäbisch. Die einzelnen Figuren wurden durch ihren Schattenriss und die gekonnten Bewegungen gut dargestellt und die einzelnen Szenen mittels einer bemalten Folienrollen hervorragend umgesetzt. Die Schattenfiguren waren sehr feingliedrig und detailreich ausgestattet (zum Beispiel das Kleid der Prinzessin) und bewegten sich äußerst elegant über die Leinwand. Besonders prächtig war das Goldene Pferd gestaltet.

Friedrich Raad und sein Kollege Dimitri beherrschen die komplizierte Technik des Spiels mit Schattenfiguren perfekt. Bei der Koordination sind die beiden so aufeinander eingespielt, dass sie sich nicht gegenseitig behindern, wenn sie gleichzeitig mehrere Figuren hinter der Leinwand spielten und/ oder abgestellt haben. Das konnte man bei einem Blick hinter die Kulissen und bei ein paar demonstrierten Bewegungen, wie zum Beispiel das Hinsetzen einer Figur, deutlich erkennen. Danach befragt, ob sie mit den vielen Figuren des Stücks nie durcheinander kämen, berichteten sie, dass diese für sie wie alte Bekannte seien. Man könne sie auch nachts im Schlaf wecken, um spontan eines ihrer Theaterstücke aufzuführen, da sie jeden Handgriff automatisch und den Text auswendig abspielen könnten. An der ein oder anderen Stelle hat man allerdings auch etwas Improvisation bemerkt, was bei der insgesamt sehr fantasievollen Darbietung nicht besonders aufgefallen ist.

Insbesondere die Theaterform hat uns sehr gut gefallen. Nicht alle haben schon einmal ein Schattentheater besucht. Die Aufführung mit Stabfiguren fanden wir sehr interessant. Jede Figur war überzeugend gespielt. Die ganze Darbietung erschien uns gelungen, da Raad und sein Mitspieler sehr viel Mühe darauf verwendeten, uns die Handlung anregend zu vermitteln. Auch die Detailarbeit der Szenenbilder wie der einzelnen Figuren fanden wir ansprechend. Die wechselnde Kulisse auf der Leinwand war sehr aufwändig gestaltet und gefiel uns sehr gut; sie war zwar bunt, allerdings nicht kitschig. So wechselten gemalte Wald- und Stadtbilder einander ab. Besonders hinreißend waren die Szenenbilder der einzelnen Schlossszenen.

Als negativ beurteilt haben wir die Handlungssprünge, - als erzählt wurde, während das Folienbild auf der abgedunkelten Bühne weitergedreht wurde.  Aber vielleicht musste man auch an der ein oder anderen Stelle raffen, - oder wer wollte schon dabei zusehen, wie dem Fuchs der Kopf und die Pfoten abgehackt werden, damit er sich zum Bruder der Prinzessin verwandeln kann?

Manche Szene wie das Wegfliegen auf dem Rücken des Fuchses wurde auch wiederholt – unter pfeifenden Geräuschen. Zudem gab es lustige Einfälle, wie die Darstellung des kaum abzutragenden Hügels in Form einer perspektivischen Verzerrung. Mit welchem Trick die goldenen Äpfel am Baum verschwinden, wurde uns hinter der Kulisse erklärt. Die Musikuntermalung fanden wir auch durchweg passabel. An fast keiner Stelle der Aufführung wurde uns langweilig und gelacht haben wir auch viel.

Weniger gefallen hat manchen der abgeänderte Schluss des Märchen, bei allen gut angekommen ist der Schlusssatz: „Wenn sie nicht gestorben sind, … dann küssen sie sich noch heute“.

Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c

 

Theaterkritik

zum Balladenschattenspiel

für die 7. Klassen

 

Nachdem wir im Deutschunterricht Balladen als neues Thema durchgenommen hatten, kamen am 21. April 2016 alle siebten Klassen in unsere Aula und warteten gespannt auf das Balladenschattentheater “Theater der Dämmerung“ von  Friedrich Raad und seinem Assistenten Dimitri Lermann.

 

Die beiden Akteure stellten uns viele Balladen mit ihrem Theater vor, insgesamt waren es sechs Balladen:

 

“Der Handschuh“ von Schiller als Schattenspiel:

Hierbei handelte es sich um eines der Ursprungsstücke des Schattentheaters, bei dem mit feststehendem Schattenrisshintergrund gearbeitet wurde. Insbesondere die Darstellung der wilden Tiere im Zwinger fanden wir sehr gelungen. „Mit Erstaunen und mit Grauen“ wie „die Ritter und Edelfrauen“ verfolgten wir Schüler ebenfalls die Handlung und den immer wieder überraschend kecke Antwort des mutigen Jünglings in seiner Zwickmühle.

 

“Der Zauberlehrling“  von Johann Wolfgang Goethe als Rezitation:

Mit einem weiteren Gedichtklassiker trat der Theaterleiter Friedrich Raad vor die Bühne seines Schattentheaters, während sein Assistent Dimitir Lermann die Umbauten besorgte, und gab diese Geschichte um einen ungezogenen Schüler und seinen Hexenmeister zum besten. Viele Schüler kannten diese bereits aus der Grundschule, aber es war für uns hoch interessant, diese einmal in dieser Interpretation aufgeführt zu sehen.

 

“Erlkönig“ von Johann Wolfgang Goethe als  Rezitation:

Gruselig-schön trug der Rezitator die tragische Ballade im Halbdunkel der Aulabühne vor. Auch dieses Gedicht dürften die meisten anwesenden Schüler bereits aus dem Unterricht gekannt haben. Doch konnte man leicht den Unterschied erkennen, wenn ein gelernter Schauspieler solch einen Text mit geübter Stimme auswendig vorträgt.  Er erweckte regelrecht eine beängstigende Atmosphäre  und zog die Todesdarstellung bewusst in die Länge.

 

“Der Herr von Ribbeck“ von Theodor Fontane als Schattenspiel:

Das bekannte Erzählgedicht vom gütigen Herrn, der über seinen Tod hinaus für süßes Obst für die Kinder der nachfolgenden Generationen sorgt, wurde sehr poetisch vor unseren Augen entfaltet. Sowohl der kleine Junge als auch die lütte Dirn waren, wie wir fanden, in Form der Scherenschnittfiguren sehr gut getroffen. Die Birnen leuchteten golden am Baum bzw. in den Händen und Mündern der Kinder.

 

“John Maynard“ von Theodor Fontane als Rezitation:

Voller Dramatik, wild gestikulierend und ausdrucksstark sprechend trug der Schauspieler Friedrich Raad dieses Gedicht von dem tapferen Steuermann, der die Besatzung eines Schiffes vor dem Untergang ans Ufer rettet, aber selbst dabei umkommt, vor: „Er hat uns gerettet, er trägt die Kron', er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn“, heißt es am Schluss des Gedichtes auf die Frage „Wer war John Maynard?“.

 

“Der Taucher“ von Friedrich Schiller als Schattenspiel:

Diese Ballade dauerte am längsten und wurde am ausführlichsten erzählt bzw. dargestellt. Verblüffend war, wie sich unter der Felsklippe immer weitere Freiräume auftaten, wodurch wir Zuschauer verfolgen konnten, wie es dem Taucher in den Tiefen erging. Leider war der Schluss sehr traurig; die Botschaft bleibt: Man soll sein Schicksal im Leben nie zwei Mal herausfordern, auch wenn man beim ersten Mal Glück hatte.

 

Die Balladen wurden sehr professionell mit bunten Lichtern, coolen Effekten vom Handy und tollen selbstgemachten Pappfiguren gestaltet.

Nach der Vorführung wurden uns alle Fragen ausführlich und verständlich beantwortet, z.B. wo die Akteure herkommen oder wie sie überhaupt auf die Idee gekommen sind, ein Balladenschattentheater zu gründen.

Zum Schluss durften wir noch hinter die Kulissen schauen. Hier konnten wir die vielen selbstgemachten Puppen sowie die aufwändige Technik, die für die Vorstellung benötigt wurde, entdecken. Wir durften sogar die Figuren ausprobieren, z.B. wie sich eine Figur  hinsetzt und wieder aufsteht oder sich hinlegt oder kniet.

Insgesamt war dieses Balladenschattentheater sehr interessant und es lohnt sich, diese Vorführung nicht nur im Rahmen des Deutschunterrichts zu wiederholen. Zudem erhielten wir kreative Anregungen für unseren eigenen Balladenabend vor unseren Eltern ein paar Wochen später.

 

Lea Hermann und Sinje Weyel/ Klasse 7d

Theaterkritiken

zur Aufführung der "Legende von Siddharta" 

für die Religionsklassen der 9. Jahrgangsstufe

 

Am Donnerstag, den 21.April 2016 besuchten wir Schüler der 9. Klasse die Aufführung"Die Legende von Siddharta", welche in unserer Aula von dem Spielleiter Friedrich Raad und seinem Kollegen gezeigt wurde. Insgesamt dauerte die Veranstaltung inklusive einer Pause 1,5 Stunden.

Seit bereits vielen Jahren begeistert Friedrich Raad seine Zuschauer mit seinen kreativen und phantasievollen Schattentheatern. Die Stimmen seiner selbst gestalteten Figuren verleiht er ihnen bei jeder Vorstellung aufs Neue. Ebenfalls die Bühnenbilder werden von ihm selbst kreiert und hergestellt. In der Legende von Siddharta geht es um einen jungen Prinzen, der in einer weiten Reise seine Vollendung sucht. Zuerst versucht er mit seinem Freund Govinda die Askese bei dem Samanas zu erlernen. Weiter ziehend gelangen die beiden zu Gotama, bei diesem Govinda die Lehre des Buddhas von der Überwindung alles Leiden antritt. Siddharta jedoch merkt, das er sein Ziel nur durch eigene Erfahrungen erreichen kann und zieht weiter. Von nun an genießt er das Leben in vollen Zügen. Ihm widerfährt Liebe und Erfolg, doch letztendlich verliert er sich in diesem und wird plötzlich von Selbsthass überflutet. Er kehrt zurück zu einem Fluss, den er einst überquert hatte und versucht dort sich das Leben zu nehmen. Er erkennt jedoch, das dies ein Fehler wäre und trifft auf den Fährmann Vasudeva, der ihn zu sich nach Hause einlädt. Die Geschichte wird durch verschiedene starke Farbwechsel und den fließenden Bewegungen der Figuren sehr beeindruckend dargestellt. Meiner Meinung nach wurden die in der Geschichte ebenfalls vorkommenden Vögel besonders gut gespielt. Die im Hintergrund laufende Musik war sehr passend gewählt, durch diese bekam man einen noch tieferen Einblick in das Geschehen. Zwar versuchten alle aufmerksam dem Stück zu folgen, doch bei einigen ließ die Konzentration zum Schluss verständnisvoller Weise nach.

Insgesamt betrachtet war es eine eindrucksvolle Vorstellung, welche sowohl für Junge als auch Alte eine schöne Erfahrung war. Dennoch ist es schwer, sich so lange auf dieses Schauspiel zu konzentrieren, weil keine Spannungskurven eintreten.

Mia Grübler/ Klasse 9a

In dem Theaterstück Siddhartha vom Künstlerduo „Theater der Dämmerung“ aus Düsseldorf unter der Leitung von Friedrich Raad geht es um den jungen Buddha und seinen Weg zur Erleuchtung. Die Aufführung behandelt zunächst die Jugendzeit und den darauf folgenden Aufbruch in die Askese. Außerdem wird seine sündhafte Zeit als Kaufmann und schließlich die Rettung beleuchtet. Gespielt wird dieses Kunstwerk nicht von Menschen, sondern von Schatten - besser gesagt – beweglichen Figuren aus Pappe oder Metall deren Umriss mit einem Scheinwerfer auf eine Leinwand, gleichzeitig als Hintergrund dient, projiziert wird. Diese Figuren werden mit feinen Stäben und der Stimme des Protagonisten zum Leben erweckt. So entsteht eine ganz eigen Atmosphäre, die den Zuschauer zum kreativen Mitdenken einlädt.

Friedrich Raad und sein Kollege setzen dies besonders gut um und geben den Figuren, obwohl man nur ihre Form sieht, ein ganz eigenes Gesicht. Im Kontrast dazu stehen die knallbunten Hintergrundbilder, die mithilfe von passender Beleuchtung, die nötige Farbe und Freude in die Szenen bringen. Deshalb ist das Schattentheater eine sehr gelungene Abwechslung zum sonstigen „normalen“ Theaterbesuch.

 Anton Geppert / Klasse 9a