EXPRESS YOURSELF!

Nach der Auseinandersetzung mit der Lyrik des Expressionismus hat sich der Leistungskurs Deutsch (Leitung Hr. Decher; Referendarin Fr. Faber) dem Expressionismus noch auf eine andere Weise genähert: Im Rahmen einer kurzen Projektphase haben sich drei Gruppen durch handlungs- und produktionsorientiertes Arbeiten einen besonderen Zugang zur Epoche verschafft. Dabei hat sich eine damit auseinandergesetzt, wie man die Epochenmerkmale in einem Erklärfilm anschaulich darstellen kann. Die anderen zwei Gruppen haben sich mit der Frage beschäftigt, ob und inwiefern sich das Lebensgefühl des Expressionismus auch in der heutigen Zeit wiederfinden lässt und dazu ein Gedicht verfasst bzw. eine Collage gestaltet.

Die entstandenen Produkte überzeugen durch ihre Originalität sowie durch die vielfältigen Details, die eine vertiefte Auseinandersetzung und Durchdringung des Themenfelds Expressionismus erkennen lassen. Die Gestaltung des Arbeitsprozesses und die Reflexion der Ergebnisse haben die Schülerinnen und Schüler in kurzen Texten selbst zusammengefasst.

Gruppe A: Erklärfilm "Was ist Expressionismus"

Inspiriert von den zahlreichen „Explainity-Clips“, welche komplexe Themen aufgreifen und diese so simpel wie möglich erklären, begannen wir mit unserem Projekt. Unsere Aufgabe bestand darin, ein kurzes Erklärvideo zu dem Thema „Expressionismus“ zu drehen.

Zunächst begannen wir damit, die wichtigsten Informationen über die Epoche des Expressionismus zu sammeln und anschließend zu bündeln. Daraufhin skizzierten wir ein Drehbuch, um den Ablauf des Videos so strukturiert wie möglich zu planen.

Das Video beginnt mit einer kurzen Darstellung des historischen Kontextes der Epoche, damit die Zuschauer einen Überblick erhalten. Im weiteren Verlauf des Videos wird der Fokus auf den Expressionismus in der Literatur gerichtet und in dem Zusammenhang die besonderen Kennzeichen hervorgehoben. Am Ende des Videos werden wesentliche Motive des Expressionismus zusammengefasst.

Bewusst haben wir unser Video kurz und simpel, mit sehr wenig Text und bunten Bildern gestaltet, damit auch Zuschauer, die sich vielleicht noch nicht mit dem Begriff „Expressionismus“ beschäftigt haben, etwas über diese Epoche lernen können, ohne den Spaß daran zu verlieren.

Clara Holzmann

Gruppe B: Gedicht "Expressionismus heute"

DEUTSCH-2017-Expressionismus1 (c) KFG

Unsere Gruppe sollte im Rahmen der Projektphase ein Gedicht zum Thema „Expressionismus heute“ verfassen. Hierzu reflektierten wir zunächst noch einmal die Motive und Gefühle zur Zeit des Expressionismus. In unserer anschließenden Beurteilung, inwieweit diese auch heute noch zutreffen, diskutierten wir darüber, dass sich vor allem junge Menschen heutzutage in sozialen Netzwerken auf eine nahezu perfekte Weise darstellen, die jedoch meist auch oberflächlich und ideell ist. Zudem versucht jeder, sich von der Masse abzuheben, um seine Identität und Individualität zu entfalten – letztlich gehen aber genau diese beiden Dinge dabei oftmals verloren. Aufgrund dessen einigten wir uns schließlich auf das zentrale Thema des Gedichtes: „Ich-Zerfall“ oder „Identitätsverlust“ durch soziale Medien.

Lara Henscheid

Gruppe C: Collage "Expressionismus heute"

In unserer Gruppe haben wir uns zum Ziel gesetzt, anhand einer Collage zum Ausdruck zu bringen, was für uns den Expressionismus in der heutigen Zeit ausmacht und inwiefern man expressionistisches Handeln in der heutigen Gesellschaft erkennen kann.

Dazu haben wir uns zunächst überlegt, wie wir die Gedanken aller Gruppenmitglieder auf unserem Plakat bündeln können. Da Expressionismus für jeden etwas anderes bedeutet, haben wir unsere Gedanken zuerst mit den anderen geteilt. Wir hatten viele gleiche Überlegungen, die unterschiedlichen Sichtweisen haben wir uns gegenseitig erläutert, sodass wir uns am Ende der Stunde auf eine Beschreibung des Expressionismus einigen konnten, in der jeder seine Gedanken und Vorstellungen wiederfinden konnte. Für die Umsetzung der Collage brauchten wir allerlei Materialien: Klebestifte, Zeitungen, ein Plakat, ein altes Handy und Kopfhörer, eine Heißklebepistole – und sogar Gipshände. Aus den Zeitungen haben wir zahlreiche Bilder ausgeschnitten, die wir mit dem Expressionismus in Verbindung bringen. Diese Bilder säumen den Hintergrund unserer Collage, die Gipshände haben wir in die Mitte unserer Collage geklebt. Das Ergebnis, so findet unsere Gruppe, kann sich sehen lassen. In einer Mischung aus Bildern, Zeitungen und anderen Gegenständen kann jedes Gruppenmitglied nun seine eigenen Ideen auf der Collage wiederfinden. Insgesamt war es ein abwechslungsreiches und interessantes Projekt. Durch die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema Expressionismus hat jeder von uns neue Ideen und Gedanken gesammelt. Auch das Umsetzen in der Gruppe hat uns großen Spaß gemacht.

Tim Schneimann

DEUTSCH-2017-Expressionismus2 (c) KFG