Schulwettbewerb: Kristalle züchten 2017/18

CHEMIE-Kristallezüchten-2018-Ehrung (c) KFG

2018 hieß der Sieger unseres schulinternen Wettbewerbs Felix J. aus der Klasse 7a (ganz links im Bild). Wir gratulieren herzlich! Im folgenden Artikel berichtet Felix über seine Erfahrungen beim Kristallzüchten.

Kristalle züchten

CHEMIE_2018_Kristalle1

Ein Kristall entsteht in der Natur in sehr langen Zeiträumen. Es dauert normalerweise viele Tausend Jahre. In einem Experiment setzten wir zwei Methoden (Unterkühlungsmethode mit heißgesättigter Lösung, daran anschließend Eindunstungsmethode) ein, die zeigt, dass es auch viel schneller gehen kann. Schnell ist hierbei relativ, hat der Kristall doch trotzdem einige Wochen gebraucht, um aus einem Impfkristall zu seiner vollen Größe heranzuwachsen.

Als Impfkristall bezeichnet man dabei einen winzig kleinen, aber optimal geformten Kristall, der als Ausgangspunkt des Experimentes dient. Um diesen herzustellen, benutzt man die Unterkühlungsmethode.  Dabei wird Salz (z.B. Alaun oder Kupfersulfat) zu heißem, aber nicht kochendem Wasser gegeben. Diesen Vorgang wiederholt man solange bis sich kein Salz mehr löst. Wird nun ein Faden Zahnseide in die Lösung gehängt, so scheiden ich an ihm beim Abkühlen der Lösung winzige Kristalle ab. Den perfektesten Kristall wählt man als Impfkristall.

Der Impfkristall wird mit Sekundenkleber an einem neuen Faden Zahnseide befestigt und in eine kalte gesättigte Salzlösung eingetaucht. Danach wird das Gefäß an einem ruhigen und kühlen Platz gelagert. Im Laufe von Tagen, Wochen und Monaten verdunstet die Flüssigkeit und die Salzkonzentration steigt. Da die Lösung bereits gesättigt war, wird sie nun übersättigt und das überschüssige Salz scheidet sich ab (Eindunstungsmethode). Als optimaler Platz erweist sich hier der Impfkristall, der so langsam und regelmäßig heranwächst.

Felix J., 7a (Schuljahr 2017/18)